Laufen als Krisenverstärker

Seitdem ich das Laufen als meinen persönlichen Weg aus Krisen und schwierigen Zeiten ausgemacht habe, scheint folgende Formel als der Wegweiser über allem zu stehen:

Krise + Laufen = Linderung

So einfach ist es aber nicht immer. Die letzten Wochen haben mich häufig vor eine neue Herausforderung gestellt. Denn was passiert wenn das Laufen die Krise verstärkt? Was ist wenn das Laufen durch die Krise so stark beeinflusst wird, dass sich keine positiven Effekte einstellen?

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Gutting it out – Ultramarathon Vokabular

Ich höre regelmäßig englischsprachige Podcast-Sendungen rund um das Thema (Ultra-)Laufen (z.B.  The Ginger Runner, UltraRunnerPodcastTalk Ultra, RunRunLive). Dabei fällt mir immer wieder auf: Die Leute reden komisch. Komisch nicht nur im Sinne von lustig, sondern auch im Bezug auf das ganz eigene, szene-spezifische, für außenstehende schwer zu verstehende Vokabular. Die Begriffe und Redewendungen sagen jedenfalls sehr viel über das (Ultra-)Laufen aus und es lohnt sich mal einen losen Überblick zu geben.

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Mantras in Berlin

Ich bin glücklich. Mir geht’s gut. Ich bin glücklich. Mir geht’s gut. Ich bin glücklich. Mir geht’s gut.

Zwei Sätze für 42,195 Kilometer. Hunderte Male sage ich mir diese Sätze in meinem Kopf auf. Was erst mal, zugegebenermaßen, stupide und monoton klingen mag, ist ein sehr wirkungsvolles Instrument beim Laufen (und darüber hinaus). Ich meine: Das Laufen selbst ist vielleicht nicht stupide, aber doch äußerst monoton. Zumindest wenn man es für Stunden am Stück betreibt. „Mantras in Berlin“ weiterlesen

LSD Yoga: Long, Slow, Deep

Ich atme ein, ich atme aus. So gleichmäßig wie möglich und so tief wie nötig. Mit geschlossenen Augen liege ich flach auf dem Rücken. Der Mattenboden ist angenehm hart. Eine Stimme sagt „Dein linker Unterschenkel ist entspannt“. Ich gehe mit meiner Aufmerksamkeit zu der Stelle, die ich als meinen linken Unterschenkel definiere und versuche jegliche Anspannung und Anstrengung aufzulösen. Ich atme weiter. „LSD Yoga: Long, Slow, Deep“ weiterlesen

Lieber Beckenkamm

Lieber Beckenkamm,

es freut mich wirklich sehr, dass wir uns nach all den gemeinsamen Jahren als Nachbarn nun endlich einmal richtig kennenlernen. Du bist normalerweise etwas unscheinbar, eher still. Du spielst dich nie in der Vordergrund, erledigst deinen Job meist zuverlässig, egal wie stressig es auch gerade sein mag. Das macht dich grundsympathisch. Aber auch du hast deine Grenzen. Die letzten Wochen waren hart für dich. Es gab kaum Ruhephasen, ständig wollte jemand was von dir. Bis du schließlich nicht mehr konntest. Auch das macht dich sympathisch: Niemand ist perfekt. Nimm dir die Zeit, die du brauchst um wieder auf die Beine zu kommen. Wenn du etwas brauchst, sag mir gerne Bescheid! Auf gute Nachbarschaft! „Lieber Beckenkamm“ weiterlesen

Langsam ist gut

Grenzen, das Laufen zeigt sie mir regelmäßig auf. Hin und wieder überwinde ich sie. Manchmal auch nicht. Aber immer wieder stehe ich im Streitgespräch mit mir selbst: Weitermachen? Aufhören? Grenzen respektieren? Grenzen überschreiten?

Eine der wichtigsten Lektionen, die ich bisher als Läufer gelernt habe ist diese: Nicht jeder Lauf soll einen an seine Grenzen bringen. Auch Läufer müssen mal joggen. Wer in jedem Lauf  an sein persönliches Leistungslimit geht macht es grundlegend falsch. Zurückhaltung ist ein wichtiges Gebot beim Laufen. Es sind die langsamen Läufe, in denen man 1,5 – 2 Minuten langsamer als sein Marathon-Renntempo läuft, die die Ausdauer und Stärke langfristig verbessern.

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