Podcast: FatBoysRun

fatboysWas Podcasts hören betrifft ist es bei mir wie mit dem Smartphone oder der Band The XX. Ich wusste lange von ihrer Existenz, habe ihren Nutzen für mein Leben aber stur viel zu lange angezweifelt und hielt sie für mehr oder weniger überflüssig. Diese mir eigene Mischung aus Ignoranz und Überheblichkeit, stellte sich im Nachhinein als ziemlich bescheuert heraus. Denn Smartphones haben in der Tat erhebliche Vorteile gegenüber dem klassischen Handy, The XX sind völlig zurecht so dermaßen gehyped und Podcasts sind ein wahsinnig geiles Medium und sind für einen Suchti wie mich genau das Richtige.

FatBoysRun – der Laufpodcast mit Philipp Jordan und René Krebber, ist eine ungefähr wöchentlich erscheinende, etwa 60-minütige Sendung zum Thema Laufen. Die beiden sind zwar positiv laufverrückt, nähern sich dem Thema aber mit einer sympathischen Underdog-Mentalität, die den Hörer sofort abholt. Man merkt schnell: Hier sprechen zwei normalsterbliche Durchschnittsläufer, für die ein Unter-4 Stunden-Marathon nichts selbstverständliches darstellt. Neben Schuh- und Produkttests, sehr sehr coolen Interviews und Film- und Buchtipps berichten die beiden in erster Linie auf humorvolle Weise von ihren Erfolgen (und Misserfolgen!) aus dem Laufalltag und gelegentlichen Wettkämpfen. Der Podcast ist absolut unterhaltsam und der Humor ist nicht aufgesetzt und zielt hin und wieder auch mal unter die Gürtellinie. Die beiden nehmen sich nicht zu Ernst, was man allerdings nicht über ihre Leidenschaft zum Laufen sagen kann: Jeder, den der Laufvirus gepackt hat, wird erleichtert aufatmen und denken „Ich bin nicht alleine!“. Schnell baut man eine Bindung zu Philipp und René auf und es kommt einem bei jeder neuen Folge so vor, als würden zwei Freunde zu einem sprechen. So soll ein Podcast sein. Eine ganz dicke Empfehlung und vielleicht sogar der zur Zeit beste deutschsprachige Laufpodcast.

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