Durch die Nacht

Ganz schön dunkel hier. Wie man es sich bei einem Nachtlauf durch die Randgebiete des Schwarzwalds halt so vorstellt. Ich laufe alleine mit meiner hell-leuchtenden Stirnlampe auf einem matschigen Waldweg durch die Nacht. Vor kurzem konnte ich vor mir noch das Licht eines anderen Läufers sehen. Und war nicht hinter mir auch jemand gewesen? Bin ich eigentlich noch auf der richtigen Strecke? Habe ich eine Abzweigung übersehen? Das Unwetter vor dem Start hat viele Markierungen auf dem Boden verwischt. Ich drehe mich um – hinter mir nichts, nichts außer tiefschwarze Dunkelheit und der Lichtkegel meiner Lampe.

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Angezählt

Als Vorbereitung auf den 100 Meilen-Lauf im August in Berlin werde ich kommenden Samstag den Finama (Internationaler Fidelitas-Nachtlauf), einen 80 km-langer Rundkurs rund um Karlsruhe, laufen. Aus Trainingsgesichtspunkten ist es das ideale Vorbereitungsrennen für Berlin. Nicht nur werde ich mit 80 km einen halben 100 Meilen-Kurs laufen, ich werde zumindest die letzten Stunden im Dunkeln mit Stirnlampe zurücklegen. Auch das will geübt sein und wird mich im August in Berlin ebenfalls erwarten.

Soweit die Theorie. Hier der Rest:

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Meine innere Baustelle

Jeder Lauf durch die Stadt zeigt es: Ganz Hamburg ist eine Baustelle. In der Straße in der ich wohne wird gebaut. In der Straße von der meine Straße abzweigt wird gebaut. Und in der Straße daneben auch. So geht es endlos weiter. So wie die Stadt ein sich ständig erneuerndes und wachsendes Etwas ist, so ist es auch um meinen Selbstwert bestellt: In mir herrscht Baulärm.

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Keep the Faith – Musik beim Laufen

Als ich mit dem Laufen anfing habe ich oft Musik auf den Ohren gehabt. Mittlerweile verzichte ich bei fast allen meiner Läufe darauf mich mit Musik abzulenken. Aber, und das haben wissenschaftliche Studien bewiesen, Musik kann, zumindest wenn sie den richtigen Takt und den richtigen Flow hat, durchaus eine leistungsfördernde Wirkung haben. Manche Laufveranstaltungen haben aus diesem Grund sogar den Gebrauch von I-Pod’s und ähnlichen Dingen verboten.

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Die vier Phasen des Ultralaufens

Manchmal bei langen Läufen halte ich inne und spüre, dass ich leer bin. Ich fühle mich leer und merke, dass sämtliche Kraftreserven und Energiequellen aufgebraucht sind. Da ist nichts mehr zu holen. Ab diesem Moment kann ich, rein körperlich gesehen, eigentlich nicht mehr weiterlaufen. Im englischen kursiert häufig das Sprichwort running on empty, was bildlich soviel bedeutet wie mit „leerem Tank fahren“. Hier endet, wenn man den Gedanken des Ultraläufers Michael Arnstein folgen mag, die erste Phase des Ultralaufens – nämlich die physische. Jeder kennt es: Man kann einfach irgendwann nicht mehr. Sei es nach 5, 10 oder 30 Kilometern. Und die allermeisten Menschen – sagen wir 95% – folgen dem Impuls und bleiben stehen. Alles andere würde ja auch keinen Sinn ergeben. Oder? Arnstein zufolge schon. Denn jetzt geht es eigentlich erst so richtig los.

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Spontanathlon

Spontanathlon, der
Synonyme: Spontanathon, der; Spontarathon, der; Spontarathlon, der
Wortart: Substantiv (mask.)
Worttrennung: Spon – ta – na – thlon
Definition: Ein Freizeit-Lauf, der ohne langfristige Planung spontan über die Marathon-Distanz von 42,192 Kilometer geht.
Beispiele: wir können auch gern einen Spontanathlon draus machen; noch zehn Kilometer dann wird es ein Spontanathlon
Wort-Urheberschaft: Moritz

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